Die Eigenschaften des DLC mit Silicium modifizieren



Dünne Schichten aus amorphen Silicium-Kohlenstoff Verbindungen weisen durch den variablen Gehalt des Elements Silicium ein breites Spektrum von Eigenschaften auf. Daher bieten SiC Filme für vielfältige Anwendungen jeweils ein Optimum der Schichteigenschaften. Die Konzentration des Silicium in der Beschichtung reicht von wenigen Prozent (hierbei handelt es sich um Silicium-dotiertes bzw. legiertes DLC) bis hin zu 50 % (also ein stöchiometrisches Siliciumkarbid). Die jeweilige Konzentration wird dabei durch die Flüsse an Silan und Methan während des Plasma-CVD Prozesses eingestellt.
Die nachstehenden Diagramme zeigen Tiefenprofile der stofflichen Zusammensetzung einer dünnen a-C0.95Si0.05:H Schicht (links, Dicke 0,1 µm, Abscheidetemperatur 50 Grad) sowie einer dicken a-Si0.29C0.71:H Schicht (rechts, Dicke 1,4 µm, Abscheidetemperatur 260 Grad. Die Zusammensetzung wurde mithilfe eines SIMS Sputter-Tiefenprofils erstellt, die Schichtoberfläche erscheint bei t=0.



DLC-Si SIMS Profile    Si3C7 SIMS Profile

Wesentlichen Kriterien, eine Silicium-Kohlenstoff Schicht anstelle des DLC einzusetzen sind beispielsweise
  • - Hohe thermische Stabilität bis 700 Grad Celsius
  • - Optische Transparenz im gesamten sichtbaren Spektrum
  • - Chemische Beständigkeit auch gegen Sauerstoffradikale
  • - Sehr geringer Reibkoeffizient in feuchter Umgebung
  • - Hoher Spezifischer Widerstand für beste elektrische Isolation
  • - Gute thermische Isolation
Je nach Art und Menge der bei der PCVD eingekoppelten Energie erfolgt die Beschichtung im Bereich von 50 bis 400 Grad Celsius. Prinzipiell gilt, dass höhere Temperaturen (bei ansonsten identischen Parametern) zu härteren Schichten mit einem geringeren Gehalt an Wasserstoff führen. Die SilCor® SiC Schichten eignen sich auch für die Innenbeschichtung von Bohrungen und Rohren, wobei das maximale Aspektverhältnis vom absoluten Durchmesser abhängt.

Eine weitere wichtige Methode, die Eigenschaften von Silicium-Kohlenstoff zu modifizieren, ist die zusätzliche Legierung mit Sauerstoff. Derartige Schichten zeichnen sich insbesondere durch eine extrem geringe Oberflächenenergie von nur 25 mN/m aus und sind damit im Benetzungsverhalten dem PTFE sehr ähnlich, in der Härte aber dem Teflon weit überlegen.